Die außergewöhnlichen Fünf

nach einer Idee von Hans Josef Mertensmeyer

Die Blasse Änne

Änne ist geschieden und allein erziehende Mutter von dem Dünnen Georg. Einen Vater kennt Georg nicht. Sie wohnt mit ihrem Sohn und dem Hund Nixlos in einem Hochhaus im zehnten Stock.

Sie legt sehr viel Wert auf ihr Äußeres, versucht aus den geringen Mittelns die sie hat, das Beste zu machen. Sie schminkt sich gern, wirkt ein wenig schrill und exaltiert und braucht eine gute Stunde bevor sie „ausgehfähig" ist. Änne und ihr Sohn leben von der Sozialhilfe, aber sie verdient sich mit ihren Näharbeiten und dem Handlesen noch ein kleines Zubrot.

 

 

Änne ist sparsam und schafft es, mit wenig Geld die tollsten Gerichte zu zaubern, sie ist ordentlich, zum Leidwesen von Georg auch pingelig. Sie schmeißt nichts weg, verwertet alles und verkörpert das Gegenteil unserer Wegwerfgesellschaft.

Änne ist bekannt im Hochhaus, sie ist die Kontaktstelle. Sie quatscht die Leute an, sie gibt Tipps und hat immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte ihrer Mitmenschen.

Georg macht ihr manchmal Sorgen. Er ist faul, aber intelligent. Mit seinen Ideen eckt er häufig an, aber Änne steht zu ihrem Sohn, denn sie ist stolz auf ihn.

Sie ist natürlich auch Kundin im Supermarkt. So manches Sonderangebot landet in ihrer Tasche - aber überlegt. Und was sie dort kauft verwandelt sie in ihrer kleinen Küche in schmackhaft Gerichte. Übrigens, ihre Rezepte sind im ganzen Haus bekannt.

 

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