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Die Idee der Aldi Familie |
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| Die Geschichte beginnt dort, wo sich ein großer Querschnitt unserer Gesellschaft begegnet: Im Aldi. Dort sieht man den Doktor, den Nachbarn, die Verkäuferin oder Arzthelferin, de Auszubildenden, die Familie, den Single, den Arbeitslosen...- alte und junge Menschen gleichermaßen, schöne, ausgefallene und unauffällige Typen. Dieses Publikum spiegelt die Facetten der Menschen, die uns umgeben, mit ihren unterschiedlichen Meinungen und Lebensgewohnheiten wider. Die einfache Pappkarton-Umgebung führt diese unterschiedlichen Wesen zusammen und macht die dem Aldi so eigentümliche Atmosphäre aus. | |
| Es ist zum Erlebnis geworden, beim Aldi einzukaufen und zu beobachten. Es geht nicht darum, eine Marktrichtung zu beschönigen, sondern um ein persönlich empfundenes Gefühl, das zwischen den Menschen ohne große Marketingstrategie gewachsen ist. hier sind alle gleich. Es ist ein unbewusstes Gefühl der Nähe - genau das, wonach wir so sehr suchen und nachdem wir uns sehnen. Ein tief verborgenes, warmes Gefühl des Friedens und der Verständigung. |
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| Durch die Entwicklung der Medien, die uns nach Besserem und Größerem streben lassen - verkörpert durch makellose Körper, den erfolgreichen Manager der ´90er Jahre und die alles beherrschenden Technologien - ist genau dieses Gefühl verlorengegangen. Die Kluft zwischen Realität und Wunsch wird immer größer und damit auch die Kluft in uns selbst und zwischen den Menschen. Das natürliche Zusammenspiel ist verlorengegangen. | |
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Genaueste Beobachtung, viel Zeit und Forschung waren notwendig, um zu dieser Analyse zu gelangen. Nur mit viel Feingefühl konnte ich diesem Gefühl auf die Schliche kommen. In der Schlichtheit der Aldi-Läden hat sich ungewollt eine Plattform entwickelt, auf der sich das Unbedürfnis des Menschen ganz von selbst verwirklichen konnte. Die Menschen bewegen sich unbewusst langsam aufeinander zu. Diese Plattform könnte auch jeder x-beliebige andere Läden sein. So wie früher der berühmte "Tante Emma laden" um die Ecke. |
| Endscheidend ist das einfache Ambiente, das zwar nicht die wohlige Wärme eines Tante Emma Ladens ausstrahlt, jedoch in seiner Schlichtheit, Übersichtlichkeit und mit seinem Preis-/Leistungsverhältnis für jeden Platz bietet. Für die vielleicht nicht auf den ersten Blick sichtbare oder fühlbare 'Wärme' sorgen die Menschen selbst. Alte und Junge treffen sich hier. Selbst die Modeerscheinung des 'Singles' trifft hier seinesgleichen und wird dabei durch die Vielfalt an Menschen, die sich hier begegnet, in den natürlichen Kreislauf integriert. Eine neue alte und scheinbar längst verloren gegangene Lebensart wird wieder zum Leben erweckt. | |
| Genau diese Entwicklung möchte ich durch den roten Anton und seine Freunde verkörpern. Der rote Anton ist ein echter Westfale und lebt in einer urigen westfälischen Kate. Als Single hat er die Angewohnheit, Selbstgespräche zu führen. Hin und wieder spricht er auch mit seiner schrecklich faulen Katze Hiltrud, der durch einen Schock das Schicksal widerfahren ist, mit einer steifen Rute durch die Gegend zu laufen und so niemals auf samtweichen Pfoten heranschleichend eine Maus fangen könnte. So komisch der rote Anton mit seinem Aussehen und seinen Gebärden in unserer so disziplinierten, geordneten, sachlichen und utopischen Gesellschaft erscheinen mag - eines hat er nicht verlernt: Er kann phantastische Geschichten erzählen, die er von seinen Vorfahren übernommen hat, und mit wenigen Dingen die wunderbarsten Gerichte zaubern. Das gemütliche Beisammensein mit Freunden ist für ihn besonders wichtig und ist ein wesentlicher Teil seines Daseins. Mit seinem knatternden Traktor fährt er einmal in der Woche einkaufen - zum Aldi. |
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| Der Aldi ist auch der Ort, wo er seine Freunde kennenlernt, die auf den ersten Blick so ganz anders sind als er. Das sind die blasse Änne, ihr Sohn, der dürre Georg, und der Hund Nixlos. Diese drei leben in einem 10stöckigen Hochhaus in der Stadt und haben ganz unterschiedliche Lebensgewohnheiten und Ansichten als der rote Anton. Trotzdem finden der rote Anton und die blasse Änne zusammen, erzählen sich Geschichten, machen Spiele, erfinden die tollsten Gerichte und und und. | |
| Alles soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden - und überhaupt: Es ist eine Idee. Es könnte wirklich jeder andere x-beliebige Einkaufsmarkt sein, aber kein anderer hat meiner Beobachtung nach so deutlich eine Plattform für die Vermischung aller Schichten unserer Gesellschaft hervorgebracht. Lassen Sie die Figuren, die Sie hier sehen, einfach auf sich wirken und malen Sie sich Geschichten aus. Meine Idee kommt in diesen Figuren zum Ausdruck und wird mit den Geschichten, die das Leben schreibt, lebendig- ob beim Aldi oder anderswo. | |
| Toleranz, gegenseitiger Respekt, Offenheit und direkter Austausch sind in einer multimedialen Gesellschaft wichtiger denn je. | |
| Das Miteinander ist wieder ein Thema. | |
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Tel.05254/ 6181
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